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Konzeptionen

Um nachhaltig zu agieren, sind mittel- und langfristige Planungen unerlässlich. Die Stadt Senftenberg arbeitet daher mit einer Vielzahl an Konzepten und Konzeptionen.
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Energiekonzept

Leitbild - Energetische Zukunft Senftenberg

Das Leitbild "Energetische Zukunft Senftenberg 2030" wurde durch die Stadtverordneten am 4. Dezember 2013 beschlossen.

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Energiekonzept für die Stadt Senftenberg

Im August 2012 startete die Erstellung des Kommunalen Energiekonzeptes für die Stadt Senftenberg. Das Kommunale Energiekonzept der Stadt Senftenberg dient dazu, energetische und Klimaschutzüberlegungen in die Stadtentwicklung zu integrieren. Das Energiekonzept liegt vor und das Leitbild „Energetische Zukunft Senftenberg 2030“ wurde am 04.12.2013 durch die Stadtverordnetenversammlung (SVV) beschlossen.

Das Leitbild ist auf die vier Handlungsfelder Wärme, Strom, Mobilität und Kommunikation ausgerichtet. Dabei sind die Stadtwerke Senftenberg, die Wohnungsunternehmen, die BTU, die Bürger, politische Gremien und die Verwaltung der Stadt die wesentlichsten Akteure. Die Umsetzung des Leitbildes „Energetische Zukunft Senftenberg 2030“ konzentriert sich dabei auf nachfolgende umsetzbare Kernthemen.

Aktuelle Schwerpunkte

Mit Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung (SVV) am 17.09.2014 – Keine weiteren Windkraftanlagen – wurde der Beschluss 049/14 – Windenergievorrangflächen – in wesentlichen Punkten aufgehoben. Die bestehenden Windenergieflächen am Standort Brieske-Dorf wurden bestätigt und ein Repowering zum maximalen Energieertrag gebilligt. Die im Energiekonzept ausgewiesenen drei Potentialflächen für Windenergie wurden mit dieser Beschlussfassung nicht bestätigt. Damit sind keine zusätzlichen Standorte für Windkraftanlagen in Senftenberg ausgewiesen. Diese Entscheidung der SVV Senftenberg wurde der Regionalen Planungsgemeinschaft „Lausitz-Spreewald“ am 07.10.2014 mitgeteilt. Im Teilregionalplan „Windenergienutzung“ erfolgte damit KEINE Aufnahme der Potentialflächen.

Die im Energiekonzept auf Seite 45 Abbildung 17 dargestellten drei Potenzialflächen sind damit nicht mehr gültig. Ebenso ungültig sind in der Broschüre „Leitbild Energetische Zukunft Senftenberg 2030“ der zweite Absatz auf Seite 11 zum Thema Windenergie und die Darstellung auf der Seite 13. In der Broschüre sind die ungültigen Absätze kenntlich gemacht.

Wärme

Erstes Kernthema ist die Entwicklung der Deponie Laugkfeld als Standort für eine Solarthermieanlage (4 MW). Die Baumaßnahme wird durch die Stadtwerke ausgeführt und voraussichtlich in 2016 abgeschlossen.

Strom

Die Stadt Senftenberg weist bereits mit dem nördlich des Stadtgebietes vorhandenen Solarpark einen hohen Bestand an Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien auf.

Die drei Windkraftanlagen in Brieske-Dorf, die Biogasanlage in der Grubenstraße sowie die Solarflächen in der Grubenstraße und Grünstraße in Senftenberg leisten zudem einen signifikanten Beitrag zur Stromerzeugung.

Bei Planungen von Sanierungsmaßnahmen im öffentlichen Raum und an und in kommunalen Objekten sind energetische Betrachtungen Standard. Eine Entscheidung zur Umsetzung erfolgt dann gemäß der Haushaltsplanung.

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen im öffentlichen Bereich (Straßenbeleuchtung) konnten Optimierungen in der Beleuchtungsintensität und Einsparung von Energie erzielt werden (z. B. Erneuerung Lichtpunkte Elsterdamm, Gartenstadt Marga; Neubau Straßenbeleuchtung Mittelstraße und Eisenbahnstraße in Senftenberg). An den kommunalen Gebäuden wurden und werden durch die Auswertung von Verbräuchen Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz und Gebäudetechnik vorgesehen (z. B. 2012: Fernwärmeanschluss Markt 1 und 19, Einwohnermeldeamt Rathausstraße, Obdachlosenhaus Calauer Straße; geplant 2015/2016: Einbau Luftwärmepumpe in den Feuerwehrgerätehäusern Niemtsch und Kleinkoschen).

Mobilität

Neben klimaschonenden Aspekten ist die demographische Entwicklung bei künftigen Mobilitätsangeboten von großer Bedeutung.

Der neu gegründete Ausschuss ÖPNV überprüft unter anderem die Stadtlinienführung unter Einbeziehung des RWK-Mobilitätskonzeptes 2 und des Energiekonzeptes der Stadt und sucht Wege zur Verbesserung.

Kommunikation

Mit der Arbeitsgruppe (AG) „Energie“, zu der Vertreter der Stadt, der Stadtwerke, der BTU und Bürger gehören, soll eine Vernetzung innerhalb vorhandener Strukturen erreicht werden. Dabei wird auf Transparenz und eine frühe Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gesetzt.

Warum ein Energiekonzept?

Mit der im Februar 2012 veröffentlichten Energiestrategie 2030 hat sich die Landesregierung des Landes Brandenburg die Ziele gesetzt, den CO2-Ausstoß bis 2030 um 72 % gegenüber 1990 zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch auf 32 % zu steigern. Insgesamt soll der Energieverbrauch um ca. 23 % gegenüber 2007 reduziert werden. Da diese ambitionierten Ziele ohne aktive Mitwirkung der Kommunen im Land nicht erreichbar sind, ist das engagierte Handeln der Städte und Gemeinden gefragt. Dabei stellen neutrale, wissenschaftlich fundierte, quantitativ unterlegte und lokal differenzierende Informationen ein entscheidendes Instrument zur Unterstützung und Umsetzung von Energie- und Klimaschutzzielen dar. Mit Hilfe eines kommunalen Energiekonzeptes können kommunale und regionale Akteure Energieeinsparpotenziale leichter identifizieren und den Ausbau erneuerbarer Energien effektiver planen und umsetzen.

In diesem Sinne ließ die Stadt Senftenberg im Rahmen der RENplus-Förderung des Landes Brandenburg in den Jahren 2012 und 2013 ein kommunales Energiekonzept erstellen. Grundlage hierfür war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (SVV) aus dem Jahr 2011 (Beschluss 024/2011).

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Energiekonzeptes hat die Stadt Leitlinien für eine umweltschonende Energieversorgung der nahen Zukunft beschlossen und beteiligt sich damit gleichzeitig an der Umsetzung zentraler klimapolitischer Ziele. Beim Energiemix der Zukunft sollen in Senftenberg die erneuerbaren Energien einen wachsenden Anteil übernehmen. Das kommunale Energiekonzept für die Stadt Senftenberg diente in besonderer Weise dazu, energetische und Klimaschutzüberlegungen in die Stadtentwicklung zu integrieren. So gab es im Rahmen der Erstellung des Konzeptes auch regelmäßigen Austausch mit den Bearbeitern des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK). Die Ergebnisse des Energiekonzeptes und vor allem das energiepolitische Leitbild wurden entsprechend in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept integriert.

Mit dem kommunalen Energiekonzept wird auch aufgezeigt, was in allen wichtigen Handlungsfeldern getan werden muss, um eine umweltschonende Energieversorgung für Senftenberg sicherzustellen. Die dargelegten Maßnahmen sollen in einem kontinuierlichen Prozess in den kommenden Jahren umgesetzt und evaluiert werden.

Inhalte des Energiekonzeptes

Im Rahmen des Energiekonzeptes wurde als erster Schritt eine Bestandsaufnahme durchgeführt, bei der Energie- und CO2-Bilanzen dargestellt und Potenziale analysiert wurden. Aufbauend darauf wurden Szenarien berechnet sowie abgeleitete Ziele und Maßnahmenvorschläge in einem energiepolitischen Leitbild formuliert, diskutiert und abgestimmt. Spezifische Untersuchungsbereiche umfassen die Bereiche Erneuerbare Energien, öffentliche Gebäude, Wohngebäude im Bestand sowie Neubaugebiete, Straßenbeleuchtung, Fernwärmeversorgung und Verkehr.